

A...
Anrührbecher
Gefäß zum Anmischen vonchemoplastischen Kunststoffen aus Glas, Porzellan oder wichbleibenden Kunststoffen.
A-Fasern
markhaltige Nervenfasern mit hoher Leitgeschwindigkeit.
A-Linie
Die A-Line bezeichnet den Übergang vom harten in den weichen Gaumen.
aa
= zu gleichen Teilen
abakteriell
ohne Bakterien
Abart
Varietät, Sonderform, Variante
Abartung
Fehlbildung, Fehlentwicklung
Abasie
Unfähigkeit zu gehen.
abbeizen
Entfernen von unerwünschten Anhaftungen, Belägen, Deckschichten
abberens
(lateinisch) mit ungewöhnlichem Verlauf vom Hauptstamm eines Gefäßes abgehend.
Abbinden
der Übergang vom flüssigen in den festen Zustand von Materialien durch chemische oder physikalische Prozesse, speziell die Versteifung und Erhärtung von angemischten Gipsen, Zementen und Abformmassen. Die Abbindung lässt sich durch verschiedene Zusätze und Maßnahmen verzögern oder beschleunigen (z.B. durch NaCl-Zusatz zu gipshaltigen Präparaten, Verändern der vorgeschriebenen Anmischverhältnisse und vorheriges Temperieren der Ausgangskomponente).
Abbrand
Substanzverlust beim Schmelzen durch Oxidation metallischer Gegenstände
ABC-Apparat
Apparat zum justieren der Bissverhältnisse; wird im Rahmen einer kieferorthopädischen Behandlung eingesetzt.
ABC-Maßnahmen
"Airway", "Breathing", und "Circulation", das heißt Freimachen der Atemwege, Beatmung und Widerherstellung der Funktion des Kreislaufs bei der Reanimation (Wiederbelebung).
Abdampfen
zahntechnische Werkstücke oder Modelle, die mit Dampfdruck reinigen oder Wachsreste entfernen.
Abdampfgerät
Reinigungsgerät, das Mittels Wasserdampf und Dampfdruck arbeitet und in zahntechnischen Labors eingesetzt wird. Es wird Leitungswasser, aber auch destilliertes oder demineralisiertes Wasser verwendet.
Abdeckkappe
eine meist aus Kunststoff gefertigte Kappe zur Abdeckung des Implantatkopfes, um während der Abdrucknahme in der Einheilphase unter anderem mechanische Belastungen oder Läisionen zu vermeiden.
Abdeckplatte
Eine Abdeckplatte ist ein prothetisches Hilfsmittel bei Nachblutungen im Anschluß chirurgischer Eingriffe im Kieferbereich. Es besteht aus Kunststoff und wird entweder mit einem Draht an den Zähnen oder mit Schrauben am Kiefer befestigt. Dadurch werden Blutungen mechanisch, das heißt, durch Kompression, gestillt.
Abdecktuch
Ein bei Operationen verwendetes steriles Leinentuch unterschiedlicher Größe, das aus Kontrastgründen zum Blut meist blau oder grün eingefärbt ist. Nach Hautdesinfektion wird es vor Operationsbeginn über den Patienten gelegt, deckt die unsterilen Körperteile ab und gibt ausschließlich den Operationsbereich frei. Fixiert wird es mit Tuchklemmen, Klebestreifen oder Nähten, um ein Verrutschen während der Operation zu verhindern. Das Abdecktuch wird nach Gebrauch zur Wiederverwendung gewaschen, gefaltet und neu sterilisiert. Alternativ kann ein steril verpacktes Einweg-Abdecktuch aus kräftigem, wasserichtem Papier benutzt werden.
Abdingung
Vertrag zwischen Patient und Zahnarzt zur Vereinbarung einer Vergütung, die von der amtlichen Gebührenordnung für Zahnärzte abweicht oder über die von der gesetzlichen Krankenversicherung getragene Versorgung hinausgeht. Rechtsgrundlage sind § 30 Abs. 4 SGB sowie der Bundesmantelvertrag (Zahnärzte). Da es sich um einen privatrechtlichen Vertrag handelt, müssen zur Wirksamkeit der Abdingung alle für einen Vertragsabschluss erforderlichen Voraussetzungen gegeben sein.
Abdomen
Unterleib
abdominal
den Unterleib betreffend
Abdruck
die Negativ-Abformung eines Kiefers, die der Zahnarzt mit bestimmten Abformmaterialien herstellt. Dabei verwendet er elastische Stoffe mit gummiartigen Eigenschaften oder starre Materialien. Abgeformt werden die Zähne und der Kiefer entweder im Ruhezustand oder in Funktion. Dann werden auch die Bewegungen von Muskeln und Bändern aufgenommen und können, z.B. bei der Herstellung einer Prothese, durch entsprechende Aussparungen die Gegebenheiten im Mund berücksichtigen.
Abdrucklöffel
konfektionierter oder individuell hergestellter Träger für Abformmaterial, meist aus Metall oder Kunststoff.
Abdruckmasse
Abformmaterial zur Abformung der Zähne und Kiefer.
Irreversibel, starr:
Abformgips, Zinkoxid-Eugenol-Pasten, Kunststoffabformpasten.
Reversibel starr:
thermoplastische Massen (Stent-Masse, Kerr-Masse, ab 55-60° plastisch). Bestandteile sind Harze (Kopal, Kolophonium, Schellack), Wachse (Stearin, Paraffin), Guttapercha, Talkum, Farbstoffe.
Abdruckspritze
Mit Hilfe einer Abdruckspritze wird dünnfleißende Abdruckmasse an unzugängliche oder schwer erreichbare Stellen wie beispielsweise Kavitäten.
Abdämmen
Abdämmen ist das auftragen von Wachsen auf einen so genananntenAbformlöffel, um das unerwünschte Abfließen von Abformmassen zu verhindern. Zum Abdämmen werden leicht verformbare Wachsstangen ("Utility" Wachse) verwendet.
Abell-Zange
Werkzeug mit konvex-konkav ineinanderegehenden Branchen zur Ausformung von Kronen und Bändern.
Aberration
fehlerhafte Anlage oder Lage eines Organs, auch Keimversprengung, z.B. von Zahnkeimen. Im Gegensatz zur Dystopie und zur Retention handelt es sich bei der Aberration um ein weitgehendes Abirren des Zahnes von seinem normalen Platz.
Abflocken
das Auflösen von Quellstoffe enthaltendem Abformgips im Wasserbad zur Freilegung des Gipsmodells. (nicht mehr üblich)
Abflussrinne
Abflussrinnen sind Rilleneinschnitte im Erstabdruck bei Korrekturformung. Sie ermöglichen, dass überflüssige Korrekturabformmasse abfliessen kann.
Abformgips
Gipsprodukte, deren Eigenschaften (z.B. das Fließvermögen) für Zwecke der Abformung optimiert sind. Zusammensetzung: ca. 95% Alabastergips, außerdem Bolusrubra (zur Farbgebung und Bruchschärfe), Talkum (scharfe Bruchkanten), Abbindebeschleuniger, z.B. K- 2SO4, Pfefferminzöl und andere geschmacksverbessernde Stoffe. Die minimale Abbindeausdehnung trägt zur guten Abbildungsgenauigkeit bei.
Abformlöffel
Synonym Abdrucklöffel. Siehe Abformung
Abformung
Verfahren zur Herstellung einer Hohlform der Kiefer, von Kieferteilen und Zähnen. Zur Abformung werden Metall-Löffel oder individuell angefertigte Kunststoff-Löffel verwendet. Die gewonnene Hohlform wird zur Anfertigung eines möglichst naturgetreuen Arbeitsmodells dann mit Gips ausgegossen.
Abfüllen
im zahnärztlichem Sprachgebrauch das Einbringen einer Wurzelkanalfüllung in den aufbereiteten Wurzelkanal.
abgestützte Prothese
herausnehmbarer Zahnersatz im teilbezahnten Kiefer, welcher an den vorhandenen eigenen Zähnen abgestützt wird. Dadurch, dass eigene Zähne beim Kauakt mitbeteiligt sind, stellt sich ein besseres Beißgefühl ein.
abgewinkelt
"Abgewinkelt" nennt man ein Instrument, bei dem das Arbeitsende gegenüber dem Handgriff ein- oder zweifach abgeknickt ist.
Abhalten
Unter "Abhalten" verstehen Zahnärzte das Abdrängen und den Schutz der Weichteile bei zahnärztlicher Behandlung durch die Assistenz, zum Beispiel mit Absaugkanüle oder Wundhaken.
Abkapselung
Ausbildung einer abgrenzenden Bindegewebsschicht um einen Fremdkörper, Abszeß etc.
Abklingquote
Wirkungsverlust in Prozent eines verabreichten Heilmittels.
Abkühlungsbetäubung
Kälte-Anästhesie durch Anwendung von Verdunstungskälte oder Abkühlung durch Eis.
Ablatio
Operative Entfernung oder Abtragung durch einen Laser.
abnehmbar
Als "abnehmbar" werden Zahnersatz, wie Prothesen und Brücken, bezeichnet, die vom Patienten selbst ein- und ausgegliedert werden können.
Abrasio ad linguam
Schliffflächen an den Kauflächen der Zähne, die zur Zunge hin gerichtet sind.
Abrasion
Begriff für den Abschliff der Kauflächen und Füllungsoberflächen der Zähne durch natürliches Abarbeiten oder Zähneknirschen. Geht mit einer Senkung des Bisses der Zähne einher und muss zahnärztlich behandelt werden.
Abrasionsfestigkeit
Die Abrasionsfestigkeit kennzeichnet die Beständigkeit gegen Materialverlust (Abnutzung) durch reibende Einwirkung.
Abrasionsgebiß
Abkauen der meisten Kauflächen bzw. der Schneidezähne.
Abrasionsstrahlgeräte
Pulverstrahlgeräte: druckluftbetriebene Geräte zur Zahnreinigung, insbesondere zur Entfernung von Verfärbungen, die mit herkömmlichen Mitteln nicht zu beseitigen sind. Die Anwendung des Gerätes erfordert besondere Sorgfalt, um Schäden an der Zahnhartsubstanz oder umgebenden Weichgeweben zu vermeiden.
Abrasionszähne
künstliche Backenzähne mit einem flachen, von natürlichen Zähnen abweichenden Kauflächenrelief.
Abrasivität
Hohe Abrasivität kann durch Substanzen (z.B. Zahnpasta) mit hohem Anteil von Abrasionsstoffen (z.B. Bimsstein), die Zahnhartsubstanz oder Kunststoff bei Zahnersatz abscheuern können, verursacht werden.
Abrechnung
Honoraranforderung der Zahnärzte bei der Kassenzahnärztlichen Vereinigung (KZV) für die entsprechend der vertraglichen Regelungen erbrachten Leistungen. Die Abrechnung erfolgt im vertragszahnärztlichen Bereich nach der sogenannten Einzelleistungsvergütung. Die Kassenzahnärztlichen Vereinigungen ermitteln für die einzelnen Krankenkassen die Honorargesamtsummen und erstellen eine entsprechende Rechnung, die von der Krankenkasse an die KZV bezahlt wird. Diese verteilt nun wiederum die Gelder an die einzelnen Vertragszahnärzte entsprechend deren Abrechnung. Sie erfolgt in der Regel quartalsweise.
Abrieb
bedeutet soviel wie Verschleiß. Zusammenfassende Bezeichnung für den Substanzverlust an Kunbsstoffrestaurationen.
Abrißfraktur
Abriß eines Knochenteils mit Sehne oder Band; im Kiefer ist dies nur selten und wenn dann ist diese Form der Fraktur nur beim Bruch des Processus muscularis im Unterkiefer möglich.
Absackung
Das Absinken von Eitermassen, Ergüssen in einen bestehenden Hohlraum.
Absauganlage, Absauggerät
nach Art eines Staubsaugers arbeitendes Gerät, mit dessen Absaugkanüle u.a. Bohrspray, Speichel und Blut aus der Mundhöhle entfernt werden.
Absaugen
Absaugen ist das Entfernen von Speichel, Kühlflüssigkeit, Blut und Abriebpartikeln im Oralbereich mit verschieden großen Absaugkanülen oder Speichelziehern.
Abscherfraktur
Form einer indirekten Fraktur durch gegenläufige Krafteinwirkung auf den Knochen, zum Beispiel als tiefe Kiefergelenkfortsatzfraktur mit vertikalem Bruchspalt, selten auch im Kinnbereich beobachtet.
Abschirmtherapie
Die Abschirmtherapie bezeichnet die prophylaktische Gabe von Antibiotika während oder nach chirurgischen Eingriffen.
Abschlußband, palatinales
Verdickung oberer Prothesen im Bereich des Übergangs vom harten zum weichen Gaumen. Die Verdickung wird durch Radieren am Gipsmodell oder durch Belastungsabformung im Bereich der A-Linie (Übergang vom harten zum weichen Gaumen). Das Band dient zur verstärkten Einlagerung der Rückseite des Prothesenrandes in die Gaumenschleimhaut, um durch Erhalt des Unterdruckes der Prothese sicheren Halt zu geben.
Abschrecken
Das möglichst schnelle Abkühlen eines erhitzten Werkstückes.
Abschürfung
Hautabschürfung: traumatisch bedingte oberflächliche Verletztung der Haut; im Gesichtsbereich häufig mit Kieferfrakturen kombiniert.
Absetzen
1) Amputation eines Körperteils
2) Beendigung einer Medikamentenverabreichung
Absinken
Absinken bezeichnet das Einsenken einer Prothese oder Teilprothese in die Mundschleimhaut.
absorbieren
aufsaugen, in sich aufnehmen
Abstrich
Materialentnahme von der Haut- oder Schleimhautoberfläche mit einer Abstrichnadel, -tupfer oder -spatel.
Abstürzelemente
Abstürzelemente sind Hilfsmittel, so genannte Stege, Teleskope oder Auflagen, um zu verhindern, dass ein Zahnersatz oder ein kieferorthopädisches behandlungsgerät in die Mundschleimhaut einsinkt.
Abszess
durch Bakterien verursachte begrenzte, abgeschlossene Eiteransammlung im Gewebe. Zahnmedizinisch bedeutsam sind Zahnwurzelabszesse und Zahnfleischtaschenabszesse. Behandlung: Antibiotikagabe und Ausschaltung der Ursachen durch Reinigung von Bakterienherden.
Abtragen
Verminderung der Zahnhartsubstanz durch rotierende Zahnärztliche Instrumente.
Abtötungszeit
Zeitabschnitt, in dem mit einem Heißluftgerät alle Keime (mit Sporen) abgetötet werden (circa 20 Minuten bei 120°C)
Abusus
Medikamenten- oder Genussmittelmissbrauch.
Abzugskraft
Die erforderliche Kraft, um eine Prothese vom restgebiß zu lösen. Sie wird bei der Umklammerung von der elastischen Biegekraft und dem Gleitwiderstand gebildet.
Abzugsrichtung
Richtung, in der Teilprothesen oder Brücken von Pfeilerzähnen gezogen werden.
Acesulfam
künstlicher Süßstoff mit einer 200fach größeren Süßkraft als Zucker.
Aceton
Aceton ist ein gutes Lösungsmittel für Öle, Fette, Harze etc. Die Flüssigkeit kann auf der Haut Entzündungen hervorrufen, ihre Dämpfe reizen die Lungen und führen zu Müdigkeit und Kopfschmerzen.
Früher wurde Aceton aus Calciumacetat oder Holz hergestellt, heute wird sie synthetisch gewonnen.
Acetylcholin
Überträgersubstanz (Transmitter) im Körper. Sie wird von Nervenenden gebildet und freigesetzt. Dieses freigesetzte Acetylcholin wird von dem Ende einer nächsten Nervenzelle oder von einer Muskelzelle erkannt, die dann entsprechend weiterreagiert. Durch die so ausgelöste Kettenreaktion werden Signale im Körper übertragen.
Acetylsalicylsäure
eines der weltweit meist gebrauchten Mittel mit schmerzlindernder, entzündungshemmender und fiebersenkender Wirkung (z.B. ASS 100®, Aspirin, Togal).
Ach(e)ilie
Ach(e)ilie bezeichnet das angeborene Fehlen von einer oder beider Lippen.
Achat
der: Halbedelstein aus Kieselsäure, in der Zahnmed. für Achatspatel zum Anmischen von Silikatzementen verendet.
Achat
Achat ist ein schwach wasserhaltiges und hauptsächlich aus Siliciumoxid bestehendes Material.
Achatspatel
Ein Achetspatel ist ein Anmischinstrument für Silicatzemente, das eine Verfärbung des Anmischgutes verhindert.
Achspunkt
Der Achspunkt ist ein mittelwertig festgelegter Punkt im Bereich der Kiefergelenke, der die imaginäre Durchtrittsstelle der Gelenkachse durch die haut darstellt.
Achter
Jargonbezeichnung für einen Weisheitszahn.
Achterligatur
Drahtnaht in Form einer "acht" die von einem Zahn zum nächsten geht. Wird beispielsweise beim Fixieren von Tamponaden verwendet.
Achylia
Achylia bezeichnet das fehlen von Verdauungssäften.
Actinobacillus actinomycetemcomitans
hochvirulente und mit einem starken Erkrankungspotenzial versehene Bakterien, welche für Zahnfleischerkrankungen verantwortlich sind.
acuminatus
lateinisch: spitz
ADA - American Dental Association
Vereinigung der Zahnärzte der USA.
Adamantoblasten
Zellen der Schmelzbildung.
Adamsklammer
in der Kieferorthopädie verwendete Klammerart zum zeitlich begrenzten Halt von Teilprothesen.
Adaptation
die, auch Anpassung. Der Adapter: Handinstrument zum Anpassen von Bändern oder Kronenringen an die Zähne.
Adapter
ein historisches Instrument zum Anpassung von Kronenringen.
adaptieren
anpassen.
Adaptor
Instrument zum Anpassen von kieferorthopädischen Bändern.
addental
dem Zahn anliegend (in Bezug auf die Zunge)
Adenographie
Röntgenkontrastuntersuchung der Drüsen und Drüsengängen.
adenoid
= drüsenähnlich, lymphknotenähnlich
Adenom
Drüsengeschwulst.
adental
Zahnlos.
Aderer-Zange
Drei-Finger-Zange; sehr verbreitete Spezialzange mit dreieckiger Anordnung der runden Branchen zum scharfen Biegen von Drähten und Drahtklammern.
Adhäsion
lat. für: Anziehungskraft zwischen Molekülen verschiedener Körper;
Prinzip der Adhäsionsprothese, die die Adhäsionskräfte zwischen Schleimhaut und Prothesenbasis, verstärkt durch den Speichel, ausnützt. A. kann weiterhin verstärkt werden durch Adhäsionspulver, Tragant. Nach heutiger Auffassung haftet die Prothese allerdings nur indirekt, nicht durch Adhäsion, sondern durch den Luftdruck. Dabei ist das Fließen des Speichels als Abdichtung des Unterdruckraumes von Bedeutung, hierbei hat die Viskosität des Speichels und damit auch die Adhäsion Einfluss.
Adhäsiv
das: Haftlack.
Adhäsivbrücke
Maryland-Brücke (Livaditis und Thompson, Universität von Maryland, 1981):
Klebebrücke, Adhäsivbrücke, Flügelbrücke, Schmetterlingsbrücke, festsitzende Restauration, die mittels Ätztechnik unter weitgehender Schonung der Zahnhartsubstanz auf die Oralflächen der lückenbegrenzenden Zähne geklebt wird. Die Haftung erfolgt durch eine Adhäsivverbindung zwischen konditioniertem Schmelz, Komposit und z.B. durch Silanisierung des Metalls.
Adhäsivtechnik
Ätz-Klebe-Technik; besonders bei Füllungen aus Komposit,angewandte Befestigungstechnik für Zahnersatz durch Kleben. Dazu wird die Stelle am trockenen Zahn mit Phosphorsäure aufgeraut, mit Kleber bestrichen und mit Komposit versehen.
Adipositas
Krankhafte Fettsucht. Ursache ist die Unterfunktion bestimmter Hormondrüsen. Höchstens zehn Prozent der übergewichtigen Bevölkerung leidet wirklich an Adipositas. Bei den anderen Betroffenen liegen meist falsche Ernährung, seelische Probleme oder Fresslust zu Grunde.
Adipsie
"Durstlosigkeit", fehlendes Bedürfnis nach Flüssigkeitsaufnahme.
aditus
= Zugang
Adjuvans
in Arzneimittelpräparaten ein selbst unwirksamer, aber die Wirkung anderer fördernder Bestandteil.
Adoleszenz
Lebensphase des Heranwachsens, das "Jugendalter" zwischen Pubertätsbeginn und Erwachsenenalter (bei Männern ca. 14.bis 25. Lebensjahr, bei Frauen zwischen dem 13. und 21.)
Adsorbentita
Stoffe oder Präperate in Pulver oder Granulatform, die Gase und gelöste Stoffe physikalisch binden, z.B. Kohle oder Talkum.
Adstringentien
Mittel, die die Schleimhaut zusammen ziehen.
Adynamia
Kraftlosigkeit, krankhafte (Muskel-) Schwäche.
Aerobier
Mikroorganismen, die für ihre Existenz auf Sauerstoff angewiesen sind.
Aerodontalgie
Höhenzahnschmerz, entsteht durch Ausdehnung der Vakuolen in Füllungsmaterialien, wenn der atmosphärische Druck sinkt (im Flugzeug oder im Gebirge).
aerogen
1) gasbildend
2) aus der Luft stammend, mit der Luft übertragbar
Aerosil
Bindemittel für Zahnpasta
Affektion
Befall, Erkrankung, Krankheit
afferent
lat.: zuführend;
z.B. als Bezeichnung für zu einem Organ hinführende Gefäße. In der Reflexlehre werden die sensiblen und sensorischen Nervenbahnen, welche Reize hirnwärts (zentripetal) leiten, als afferente Bahnen bezeichnet.
affiziert
krankhaft befallen
In der Psyhologie: emotinal betroffen
Afluon ®
Mittel, das zur Fluoridprophylaxe eingesetzt wird.
afribil
= fieberfrei
after-five-Küretten
Instrumente zur Wurzelglättung bei Taschentiefen von fünf Millimetern. Sie sind zwischen Schaft und Spitze drei Millimeter verlängert.
Ageusie
Geschmackslähmung, -verlust.
Agger Nasi
"Nasenwall", wulst vor der mittleren Nasenmuschel.
Aggregatzustand
Der aggregatzustand kennzeichnet die Erscheinungsformen der Materien nach festen, flüssigen und gasförmigen Zuständen. Er ist abhängig vom Ausmaß der Anziehungskräfte der Atome beziehzungsweise der Moleküle des Stoffes untereinander. Diese Wechselwirkung nimmt zu, wenn Druck und abnehmende Temperatur steigen. Bei reinen Stoffen folgt der Übergang
fest -> flüssig
flüssig -> gasförmig
bei speziellen Schmelz beziehungsweise Siedetemperaturen. Mischungfen haben diesbezüglich Temperaturintervalle.
aggressiv
= angreifend
Aglossie
angeborenes Fehlen des Zungenkörpers und damit auch der Sprachfähigkeit.
Aglutition
Unfähigkeit zu schlucken.
Agnathie
angeborenes Fehlen des Unter- oder Oberkiefers, zum Teil mit Verwachsung beider Ohranlagen.
Agonist
griech. für: Ligand (Hormon, Pharmakon),
der aufgrund der Struktur und Stereospezifität an ein Makromolekül (Rezeptor) anbindet, das dabei seine Konformation ändert und im Zellinnern einen Effekt auslöst.
Agonist
1) Eine biologisch aktive Substanz, die sich spezifisch an einen Rezeptor bindet.
2) Muskel der im Zusammenspiel mit einem Gegenspieler (Antagonist) definierte Funktion bewirkt.
AH 26
erhärtende Wurzelfüllpaste auf Pulver/Pastenbasis.
Bestandteile des Pulvers:
Wismutoxid 60%,
Silber 10%,
Hexamethylentetramin 25%;
Paste: Polymer von Bisphenol (Propyliden-Diphenol) 100%.
Ah-Linie, A-Linie
Grenze zwischen hartem und weichem (beweglichem) Gaumen, entspricht dem Verlauf des hinteren Randes von Vollprothesen.
Ahle
1) Jargonbezeichnung für ein Wurzelkanalinstrument 2) chirurgisches Instrument mit Öse zum einfädeln von Faden oder Draht und langem Griff zum Umschlingen der Kieferknochen bei der Befestigung von Schienenverbänden.
AIDS
Abk. für Acquired Immuno Deficiency Syndrome (engl. = erworbener Mangel an Abwehrkraft): gefürchtete, sich ausbreitende Erkrankung, die auf einer Abwehrschwäche des Immunsystems beruht, so dass die Patienten häufig unter lebensbedrohenden Infektionen oder dem Auftreten von Tumoren (KAPOSI - Sarkom) leiden. AIDS wird durch das im Blut, in Körperflüssigkeiten (z. B. auch im Speichel) und in Ausscheidungen vorhandene HTLV-III-Virus übertragen, gegen das es bislang kein Gegenmittel gibt.
Da das Virus durch kleinste Hautvertetzungen eindringen kann, besteht für Zahnarzt und Zahnarzthelferin ein erhöhtes Infektionsrisiko, weshalb bei der Behandlung von AIDS-erkrankten Patienten besondere Schutzmassnahmen zu beachten sind (z. B. Gummihandschuhe, Mundschutz, Schutzbrille, Einwegspritzen und Desinfektion).
AIDS
Aids (Acquired ImmunoDeficiency Syndrome) ist eine viral bedingte, erworbene Immunschwächekrankheit mit weltweiter Verbreitung. Umgangssprachlich wird eine Infektion mit dem humanen Immundefizienzvirus (human immunodeficiency virus, HIV) als Aids bezeichnet; medizinisch korrekt ist die Bezeichnung Aids jedoch nur für das Vollbild der Symptome bei der HIV-Infektion. Das Krankheitsbild wurde 1981 erstmals in den USA beschrieben.
Air polishing
(engl.): Prophylaxe-Strahlgeräte.
Air Scaler
der (engl.): Zahnsteinentferner, dessen Einsätze durch Druckluft in Schwingungen versetzt werden.
Air-Flow-System
Pulverstrahlsystem zur Entfernung von Verfärbungen auf den sichtbaren Zahnflächen; einem unter Druck stehen- den Luft-Wasser-Gemisch wird ein Salz in Pulverform beigemischt, welches von der Härte her den Zahnschmelz nicht angreift, die Verfärbungen aber restlos entfernt.
airabrasive
Abtrag von Zahnhartsubstanz nach der Art eines Sandstrahlgebläses.
Airotor
Durch Truckluft betriebene Bohrmaschine.
AK
= Antikörper
Akers Klammer
Doppelarmklammer mit Auflage
Akkomodator
modifizierte Aktivator, bei dem nur der Oberkiefer gedehnt wird.
akkzessorisch
zusätzlich, überzählig
Akme
Höhepunkt im Verlauf einer Krankheit.
akquirieren
erwerben
Akranie
Fehlbildung mit vollständigem oder teilweisem Fehlen des Schädels beziehungsweise Hirnschädels.
Akromion
= Schulterhöhe
Akrylate
Polymerisationskunststoffe (für Zahnersatz).
Aktinodermatitis, -dermatose
entzündliche Reaktion auf Sonnen-, Röntgen- und Wärmestrahlung
Aktinomykose
unangenehme und gefährliche, durch Gerstengrannen hervorgerufene Pilzkrankheit. Sie ruft geschwulstartige Wucherungen an der Mundschleimhaut und an kariösen Zähnen hervor. Behandlung meist operativ oder mit der Vergabe von Jodkali.
Aktion zahnfreundlich e.V.
weltweit existierende Verein, der es sich zur Aufgabe ge macht hat, solche Süßwaren zu fördern, die sich als zahnfreundlich erwiesen haben. Die deutsche "Aktion zahnfreundlich e.V." hat sich zum Ziel gesetzt, möglichst viele Süßwarenhersteller zur Produktion zahnfreundlicher Süßwaren anzuregen und dem Verbraucher diese Süßigkeiten bekannt zu machen. Man sollte sich nicht von der Kennzeichnung "Zuckerfrei" täuschen lassen, denn dies heißt lediglich, dass darin kein Haushaltszucker enthalten ist. "Zuckerfreie Produkte" können aber sehr wohl andere vergärbare Kohlenhydrate enthalten und somit Karies auslösen.
Aktionsfläche
Gesamtheit aller Zahnoberflächen (Schneidekanten und Kauflächen), die mit Zähnen des Gegenkiefers in Berührung treten können.
Aktivator
passives Behandlungsgerät der Funktionskieferorthopädie mit dreidimensionaler Wirkungsweise. Bei dem Distalbiss kommt es durch den in Vorbissstellung konstruierten Apparat (Konstruktionsbiss) infolge Gewebeumbaus zu einer Formänderung des Kiefergelenkes und einer Stellungsänderung des Unterkiefers. Zur Therapie von Distalbissen und tiefen Bissen ist der A. besonders geeignet. Wird auch empfohlen zur Behandlung von offenen Bissen und Progenien.
aktive Platten
Aktive Platten sind herausnehmbare kieferorthopädische Geräte in Unter- und/oder Oberkiefer. Eine Dehnschraube sowie Halteelement ermöglichen Einzelzahn- als auch Zahngruppenbewegungen.
Aktivieren
in der Prothetik und Kieferorthopädie das in Spannung versetzen von Klammern, Schrauben, Federn usw.
Akupunktur
umstrittener und begrenzt erfolgreicher Einsatz in der zahnmedizinischen Schmerztherapie. Nach der traditionellen chinesischen Medizin sollen Krankheiten den Energiefluss "Chi" hemmen. Eine der Möglichkeiten zur Behebung derartiger Störungen soll das Einstechen von Nadeln an entsprechenden Punkten der Haut (Akupunkturpunkten) sein.
Akupunktur
Akupunktur ist ein Heilverfahren aus der Traditionellen chinesischen Medizin. Diese Heilmethode basiert auf der chinesischen Energielehre, die aussagt, dass jeder Mensch eine gewisse Menge an Energie im Körper hat, die ihn kontinuierlich durchströmt und nicht verloren gehen kann. Im Idealfall ist der energetische Haushalt ausgeglichen, das heißt die Menge ist überall gleichmäßig verteilt und der Mensch ist gesund. Diese Energie durchläuft den Körper über zwölf verschiedene Meridiane. Das sind messbare Energiebahnen, von denen jede einen bestimmten Teil des Organismus versorgt. Die Chinesen sind der Auffassung, dass jede Krankheit eine Störung dieses Gleichgewichts darstellt. Um diese Störung zu beheben, setzen die behandelnden Ärzte und Naturheiler Nadeln an Punkten an, die auf den Meridianen liegen. Diese haben unterschiedliche Funktionen, manche haben eine beruhigende Wirkung, andere wirken anregend.
akut
[acutus, ...ta, ...tum]: plötzlich auftretend, heftig verlaufend (von Erkrankungen), Ggs. chronisch.
akute Gingivitis
akute Entzündung der Gingiva mit Rötung, Schwellung und Exsudation. Ursache können mechanische oder thermische Verletzungen und/oder bakterielle Beläge sein. Sofern bakterielle Beläge die Ursache sind und langfristig bestehen bleiben, geht die akute Gingivitis innerhalb weniger Tage in eine chronische Gingivitis über.
akzidentell
zufällig (hinzukommend), unbedeutend
Alabaster
nach der antiken ägyptischen Stadt benannter, reinweißer, weil Verunreinigungen freier feinkröniger Gips.
Alameter
Gerät zur Messung der breitesten Stelle der Nasenbasis. Wird zur Auswahl der Frontzahnbreite in der Totalprothetik verwendet.
Alaun
Alaun beziehungsweise Alaunschiefer oder Kaliumaluminiumsulfat entsteht beim Verwittern von Pyrit. Alaun ist in Wasser jedoch nicht in Alkohol löslich und wirkt als mildes Aetzmittel, weshalb die Azteken es zum Reinigen der Zähne benutzten.
Alcuronium
peripher wirkenedes Mittel zur Muskelrelaxtion
Alexander Geschiebe
historisches Geschiebe, mit horizontaler Einschubrichtung zur Befestigung abnehmbarer Brücken.
Algesia; Algesie
= Schmerzhaftigkeit
Algesie
die: Schmerzempfindlichkeit, Ggs. Analgesie.
Algophobie
Angst vor Schmerz.
Alkoholblockade
Injektion hochprozentigen Alkohols an/in die Nervenwurzel, um diese, je nach Bedarf auszuschalten.
Allergie
bis zur Überempfindlichkeit gesteigerte Immunreaktion des Organismus auf körperfremde Substanzen. Allergien werden allmählich zu einer Volkskrankheit. Die Sensibilität der Menschen ist sehr unterschiedlich. Verbreitet ist die Reaktion auf Pollen und Gräser, aber auch andere Stoffe wie z.B. Metalle können Allergien auslösen. Der Nachweis der allergenen Wirkung von Stoffen auf den Menschen wird durch gezielte Applikation im Rahmen eines Tests geführt. Die Untersuchungen sind oftmals schwierig und langwierig.
Allopathie
Heilmethoden der Schulmedizin, im Gegensatz zur Homöopathie. Die Bezeichnung wird vor allem für Arzneimittel angewandt, deren Wirkung nach anerkannten Methoden der Pharmakologie geprüft ist.
Alloplastik
die: Ersatz von körpereigenem Gewebe durch Fremdstoffe (Metall, Kunststoff), Implantat.
alloplastisch
körperfremd, synthetisch (z.B. Metalle, Kunststoffe, Keramik)
Alteration
krankhafte Veränderung von Zellen und Geweben
psych.: Gemütserregung, Aufregung
alternative Behandlungsmethoden
Sammelbegriff für von der Schulmedizin abweichende Therapieformen.
Altersdisposition
Damit ist die alterspezifische Anprechbarkeit auf bestimmte krankheiterregende Einflüsse, beziehungsweise die entsprechende Neigung zu Erkrankungen.
Alterszähne
altersabhängige Veränderung der Zähne, betreffend der Form, Farbe und Zahnfleisch (z.B. freiliegende Zahnhälse, Abbau der knöchernen Struktur, Abschliff der Kauoberflächen, Pigmenteinlagerungen etc.)
Alveolaratrophie
die: Abbau des bezahnten Alveolarfortsatzes (bei Zahnbetterkrankungen) oder Abflachung des unbezahnten Kie- ferkamms.
Alveolarfortsatz
der zahntragende Teil eines Kieferknochens.
Alveolarkamm
Kieferkamm, der oberste Teil des Alveolarfortsatzes nach dem Zahnverlust.
Alveolarmukosa
die: die den Alveolarfortsatz bedeckende, frei bewegliche Mundschleimhaut, die sich zwischen dem fest anhaftenden Zahnfleisch (Gingiva propria) und der Umschlagfalte oder dem Mundboden erstreckt.
Alveole, Zahnfach
die: Hohlraum (in Geweben). Alveoli dentales: Zahnfächer. Alveoli pulmonales: Lungenbläschen. trockene Alveole (dry socket): leere Alveole nach Zahnentfernung, entsteht durch den Zerfall des Blutgerinnsels und ist mit Nachschmerzen (Dolor post extractionem) verbunden.
Alveolitis
die: Entzündung des Zahnfaches (nach einer Zahnentfernung), Dolor post extractionem.
Alveolotomie
die: Entfernung von Teilen des Zahnfaches, Abtragung des Alveolarfortsatzes.
alveolär
1) mit kleinen Fächern oder Hohlräumen versehen.
2) die Zahnfächer (Alveolen) betreffend.
Amalgam
Metalllegierung mit Quecksilberanteil für Zahnfüllungen.
Amalgampistole
spritzenähnliches Gerät zum Einbringenvon palstischem Amalgam
Amalgamstopfer
Instrument mit kugel-oder birnenförmigen Stirnflächen zum Verdichten von plastischen Amalgamportionen beim Legen der Füllung.
Amelie
1.) angeborenes Fehlen einer oder mehrerer Extremitäten.
2.) falsche Sprechgewohnheit
AMG
= Arzneimittelgesetz
Aminfluorid
das: organische Fluorverbindung zur Kariesprophylaxe.
anaerob
ohne Sauerstoff gedeihend; Ggs. aerob.
Anaerobier
Mehrz.: Bakterien, die ohne Sauerstoff leben können.
Analgesie
Ausschaltung der zentralen Schmerzempfindung durch In- halation chemischer Substanzen.
Analgetika
Systemisch angewandte Stoffe, die schmerzlindernd oder -stillend wirken:
a) periphere Analgetika (z.B. Antipyretika) wirken an den schmerzperzipierenden Nervenfasern. Dazu zählen u.a. Acetylsalicylsäure, Pyrazolon und Paracetamol. Auch (nichtsteroidale) Antiphlogistika wirken analgetisch, z.B. Ibuprofen.
b) stark wirksame Analgetika: Morphin u. seine Derivate: Hypnoanalgetika sowie entsprechende Synthetika: Opioide, die z.T. der Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung unterliegen.
Analgia
= Schmerzlosigkeit
analoge Organe
baulich verschiedene funktionell aber gleichwertige Organe, zum Beispiel Kiemen und Lungen.
Anamnese
die: Vorgeschichte einer Krankheit nach den Angaben des Patienten.
Anaphylaxie
die: Überempfindlichkeit; allergische Reaktion, die sich gegenüber wiederholt in die Blutbahn gelangten, körperfremden Serumeiweißstoffen oder gegen Penizillin entwickeln und zu einem oft tödlich verlaufenden anaphylaktischen Schock führen kann.
Anastomose
die: Querverbindung zwischen benachbarten Blutgefäßen oder Nerven; von Bedeutung z.B. bei der örtlichen Betäubung im Schneidezahngebiet, weil dort Nerven der anderen Kieferseite übergreifen.
anatomische Backenzähne
künstliche Backenzähne, die eine anatomisch geformte Kaufläche mit deutlich ausgeprägten Höckern haben.
anatomischer Apex
Wurzelspitze
Anbrennen
Individualisieren, zum Beispiel Verlängerung, eines konfektionierten Keramikzahnes durch Auftragen und nachfolgendes Brennen farblich abgestimmter Keramikmassen.
ANGLE-Klassifikation
Einteilung der Gebissanomalien nach der Okklusion der ersten unteren Molaren gegenüber den oberen, Klasse I: Neutralbiss, Klasse II: Distalbiss, Klasse III: Mesialbiss.
Angst
es gibt nur wenige Patienten, die unbeschwert eine Zahn- arztpraxis betreten. 60% der Deutschen fühlen sich un- wohl beim Zahnarzt, 8% der Bevölkerung geben an, aus Angst eine zahnärztliche Behandlung ganz zu unterlass- en.
Anker
Sammelbegriff für zementierte Konstruktionselemente zur Abstützung von Zahnersatz.auf Pfeiferzähnen. Beispiele für Ankerelemente sind Kronen, Doppelkronen und Stege.
Ankerzahn
auch Pfeilerzahn, dient zur Befestigung von Brücken oder Prothesen.
Ankylodontie
Begriff für knöcherne Verwachsungen einer Zahnwurzel mit dem Zahnfach.
Ankyloglosson
angeborene Entwicklungsstörung der Zunge, wobei die Zungenspitze durch ein zu kurzes, weit nach vorn unter ihre Unterfläche reichendes "angewachsenes" Zungenbändchen mit dem Mundboden verwachsen ist.
ankylotisch
= verwachsen, verlötet, versteift
Anmischen
mechanisches Vermengen (Kneten, Rühren) flüssiger, pastöser oder pulverisierter Substanzen von Hand oder Mischgeräten zu formbaren, gießfähigen und dann zum Abbinden geeignete Massen; die Komponenten sind meist in vorgeschriebenen Mengenverhältnissen und immer bis zur gleichmeßigen Verteilung untereinander zu mischen. Die Mehrzahl der Dentalwerkstoffe resultiert zuvor anzumischenden Systemen.
Anodontie
die: völlige Zahnlosigkeit, bei der die Zahnkeime infolge einer Entwicklungsstörung nicht angelegt sind (echte A.), Hypodontie.
anomal, anormal
abnorm: regelwidrig, unregelmäßig.
Die Anomalie, Abnormität: Regelwidrigkeit, Missbildung.
Anorexia nervosa
Bei der Magersucht handelt es sich um eine schwere, seelisch bedingte Erkrankung, bei der die Betroffenen, meist junge Frauen, Hunger und Esstrieb unterdrücken. Längerfristig kann die durch Nahrungsverweigerung herbeigeführte Gewichtsabnahme zum Tod führen. Oft kommt der Missbrauch von Abführmitteln und eine extreme Ausübung von Sport hinzu. Damit versuchen die Betroffenen, ihr Körpergewicht weiter zu reduzieren. Dem liegt ein verzerrtes Selbstbild zugrunde, wonach Erkrankte glauben, „dick“ zu sein. Häufig geht anorexia nervosa einer Bulimie voraus.
anorganisch
unbelebt, nicht zur lebenden Natur gehörend, Ggs. organisch. anorganische Chemie: Lehre von allen Stoffen außer den organischen Kohlenstoffverbindungen.
Anosmie
hochgradige Minderung bis aufhebung der Geruchswahrnehmung, eventuell auch nur für bestimmte Riechstoffe.
Anrührspatel
Auch Mischspatel oder Anmischspatel genannt: Spatelförmiges Werkzeug zum Anmichen oder Anrühren von Zementen (Zementspatel), chemoplastischen Kunsstoffen (z.B. Autopolymerisaten) oder Abformmaterialien.
Anscheinsbeweis
teilweise Verlagerung der Beweislast auf den (Zahn-) Arzt: Er hat zu belegen, dass ein typischer Schden nicht auf seinen Fehler zurück geht.
Anschlingungsbügel
Drahtbügel bei herausnehmbaren kieferorthopädischen Geräten mit Häckchen oder Schlaufen zum Einhängen von Gummiringen.
Antagonismus singulärer
Kontakt eines Zahnes mit nur einem (statt mit zwei) Antagonisten beim Kieferschluss.
Antagonist
dent.: Jene Zähne, die beim Kieferschluß einen bestimmten Zahn im gegenüberliegenden Kiefer berühren.
Antagonistenkontakt
jegliche Berührung zwischen den Zähnen des Ober- und Unterkiefers.
antibakteriell
bakterienschädigend (bakteriostatisch oder bakterizid).
Antibiotika
Antibiotikum wird aus dem Griechischen abgeleitet und heißt „gegen etwas Lebendes“.
Antibiotika wurden nach dem Muster natürlicher Stoffwechselprodukte von Bakterien und Pilzen entwickelt. Diese haben die Fähigkeit andere ungewünschte Mikroorganismen im Körper am Wachstum zu hindern oder abzutöten.
Es gibt bakteriozide und bakteriostatische Antibiotika.
Antibiotikum
Mehrzahl Antibiotika: von Lebewesen gebildete Stoffe, die bestimmte Mikroorganismen (Krankheitserreger) in ihrer Entwicklung hemmen (bakteriostatische Wirkung) oder abtöten (bakterizide Wirkung), Breitband-Antibiotika, Penizillin.
anticus
lateinisch für: der vordere
Antiemetika
Einz. das Antiemetikum, auch Antemetika: Mittel gegen Erbrechen.
antiemetisch: den Brechreiz bekämpfend.
Antigene
Einz. das Antigen: artfremde (Eiweiß-)stoffe, z.B. Bakterien und deren Toxine, die den Körper zur Bildung von Antikörpern anregen.
Antihormone
Hormonhemmstoffe
Antikoagulanzien
auch Antikoagulantia, Einz. das Antikoagulans: Mittel zur Verzögerung der Blutgerinnung (z.B. Marcumar (R)), die man bei der Behandlung von Thrombose, Embolie oder Herzinfarkt anwendet (Vorsicht bei Zahnentfernungen!).
Antikörper
Abwehrstoffe gegen körperfremde Eiweiße und Krank- heitserreger.
Antikörper
Antikörper ist die deutsche Bezeichnung für Immunglobuline.
Antineuralgika
Einz. das Antineuralgikum: schmerzstillende Mittel.
antineuralgisch: schmerzstillend.
antiphlogistisch
entzündungshemmend.
Antipyretika
Einz. das Antipyretikum: fiebersenkende Mittel.
antipyretisch: fiebersenkend.
Antiseptik
die: Keimverminderung, Bekämpfung der (bereits erfolgten) Wundinfektion durch Hemmung bzw. Vernichtung der Krankheitserreger mit chemischen Mitteln (Antiseptika),
Aseptik, Desinfektion.
Antiseptika
Einz. das Antiseptikum: keimtötende Mittel.
antiseptisch: keimtötend.
Antrographie
röntgendiagnostische Kontrastdarstellung der Nasennebenhöhlen.
Antrum
das: Höhle, meist Kurzbezeichnung für die Kieferhöhle (ANTRUM HIGHMORI).
Antrum
Knochenhöhle, Hohlraum; in der Kieferchirurgisch für die Kieferhöhle verwendet.
Antrumfistel
Öffnung von der Mundfhöhle durch einen Durchbruch zur Kieferhöhle, oft nach (operativer) Zahnentfernung.
Anxietas
= Angst
Anzeigepflicht
Pflicht zur Mitteilung bestimmter Sachverhalte im Einzelfall. Besteht für den Zahnarzt auf verschiedenen Gebieten, z.B. bei Gefährdungen für die allgemeine Sicherheit und Ordnung oder bei Kenntnis von einem geplanten Verbre chen. Ist abzuwägen gegenüber der zahnärztlichen Schweigepflicht.
Anämie
die: Blutarmut, Blutleere.
anämisch: blutarm, blutleer.
anämisch
auf Blutleere oder Blutarmut bezüglich; blutleer, blutarm
Anästhesie
Unter Anästhesie wird eine gezielte Betäubung verstanden, die Schmerzen stillt, lindert oder ihnen vorbeugt. Wird nur ein Nerv oder ein Bereich des Körpers ruhig gestellt, spricht man von lokaler Betäubung, wird der ganze Körper betroffen, von Vollnarkose. Das Anästhesiemittel wird bei der Vollnarkose häufig über die Atemwege gegeben. In der Zahnmedizin wird es am betroffenen Zahn oder in die Mundhöhle mit einer Spritze injiziert. Die Einstichstelle wird mitunter mit schmerzstillenden Mitteln vorbehandelt, um selbst den leichten Schmerz beim Einstich der Injektionsnadel zu reduzieren.
Anästhesie
Ausschaltung der Schmerzempfindlichkeit durch ärztliche Maßnahmen.
Allgemeine Anästhesie durch Narkose, bei lokaler Anästhesie mdurch örliche Anwendung ein es Anästhetikums und durch Injektion.
Anästhesieversager
ungenügende Schmerzausschaltung durch Lokalanästhesie.
Anästhesist
Speziell ausgebildeter Arzt für Narkose-Verfahren. Aufgabengebiet: Schmerzbetäubung, Kreislaufüberwachung, Blutersatz und Schockbekämpfung bei operativen Eingriffen sowie intensivmedizinische Wiederbelebung.
Anästhetika
Einz. das Anästhetikum: schmerzausschaltende Mittel (Lokalanästhetika, Narkotika), Analgetika.
Aorta
die von der linken Hauptschlagader als Stammgefäß des großen Blutkreislaufs.
Aortenstenose
Verengung der Öfnnung der Aorta
Apathie
Teilnahmlosigkeit; mangelnde Gefühsansprechbarkeit
Apektomie
die: auch Apikotomie: Wurzelspitzenresektion.
apertus
lateinisch: offen
Apex
der: Spitze in der Zahnmedizin, meist Kurzbezeichnung für die Wurzelspitze des Zahnes (Apex radicis dentis).
Apex linguae
Lateinische Bezeichnung für die Zungenspitze.
Aphagie
die Unfähigkeit zu essen oder zu schlucken
Aphonie
die Stimmlosigkeit und zwar als Lähmungsfolge oder bei Krampfzuständen der Sprechorgane sowie als rein funktionelle Störung ( ploötlich und ohne organsische Störung eintreted, zum Beispiel bei heftiger Emotion).
Aphten
Die Aphte (aus dem Griechischen) ist ein kleines Geschwür der Mundschleimhaut. KLeine hügelartige Erosionen auf der Mundschleimhaut, die von weißlichem Fibrinbelag gezeichnet sind.
Eventuell eine Immunreaktion gegen Schleimhautgewebe, die von bestimmten Hormonen gefördert wird. Auch bestimmte Nahrungsmittel oder Infektionen können diese allergie-ähnliche Reaktion auslösen. Vergleiche auch Bednar-Apthen.
Aphthe
die, Mehrz. Aphthen: schmerzhafter, linsenförmiger, scharf begrenzter, von einer weißlichen Fibrinmembran bedeckter und von einem roten Hof umgebener entzündlicher Schleimhautdefekt.
apikal
lat.für: den Scheitel oder die Spitze (in der Zahmmedizin die Wurzelspitze) betreffend, in ihrer Richtung gelegen.
Apikotomie
chirurgische Entfernung der erkrankten Wurzelspitze eines Zahnes (Wurzelspitzenresektion).
aplastisch
nicht bildend, nicht gebildet
Apollonia
Schutzheilige der Zahn- kranken und -ärzte.
Applikation
die: Verabreichung, Anwendung (von Arzneimitteln).
applizieren: verabreichen, auftragen.
approximal
benachbart, angrenzend, am Zahnzwischenraum gelegen.
Approximalfläche
die dem Nachbarzahn zugekehrte Fläche der Zahnkrone.
Approximalfläche
Berührungsfläche eines Zahnes zum Nachbarzahn.
Approximalkaries
kariöse Erkrankungen, von denen die seitlichen Zahnflächen befallen sind. Die Zahnfäule beginnt meistens nicht auf der Oberseite der Zähne.
Approximalkaries
Karies in der Approximalfläche von Zähnen ist auf mangelhafte Sauberkeit im Zahnzwischenraum zurückzuführen.
Approximalkontakt
Bereich, in dem benachbarte Zähne sich berühren. Nach dem Zahndurchbruch liegt ein Kontaktpunkt vor, der sich durch gegenseitigen Abrieb der Zähne zu kleinen Kontaktflächen vergrößert. Bei Kronen und Füllungen muss der Zahnarzt den Approximalkontakt wieder so herstellen, dass er wie beim natürlichen Zahn das Eindringen, zum Beispiel von Fasern möglichst verhindert.
Arbeitsdrehzeit
gelegentlich verwandte Bezeichnung für die Anzahl der Umdrehungen (in der Minute) die ein unter Belastung drehender Schleifer oder Bohrer ausführt.
Arbeitsstuhl
drehbarer, beweglicher Arbeitssitz für Zahnarzt und Helferin.
Arcus
(lat.): Bogen. Arcus alveolaris, Alveolarlimbus: knöcherner Rand der Zahnfächer (Alveolen).
arcutas
lateinisch: Bogenförmig
Arthoplastik
plastisch-chirurgischer Eingriff am Kiefergelenk, der zu einer Korrektur oder Rekonstruktion führen soll. neben modellierenden Eingiffen zählen vor allem die Transplantation von zusammengesetzten Knorpel-Knochen-Transplantaten aus den Rippen hierzu. Ersatz durch Endoprothesen ist noch nicht allgemeiner Standart.
Arthritis
Gelenkentzündung. Beim Kiefergelenk als Folge falscher Ausrichtung der Kiefer zueinander (infolge Verletzungen, Entzündungen oder falscher Bahandlung).
arthrogen
vom Gelenk ausgehend, zum Beispiel bei Kieferklemme.
articularis
zum Gelenk gehörend.
Artikulator
Technisches Gerät, das mit den Mitteln der Mechanik versucht, die Unterkieferbewegungen zu simulieren. Wird vor allem beim Anfertigen von Zahnersatz im zahntechnischem Labor (Dentallabor) und der Funktionsanalyse gebraucht.
Arztwahl
freie Bestimmung des Patienten, welchen Arzt bzw. Zahnarzt er in Anspruch nimmt. Entspricht dem Selbstbestimmungsrecht. In der Gesetzlichen Krankenversicherung ist die freie Arztwahl, abgesehen von Notfällen, nur aus dem Kreis der zur vertragsärztlichen Versorgung zugelassenen Ärzte möglich.
ascendens
= aufsteigend; zum beispiel bei einer Infektion aus dem Oberkiefer-Gaumenbereich in den Schädel.
Asepsis
die: Keimfreiheit, vgl. Antisepsis.
aseptisch: keimfrei.
Aseptik
die: Fernhalten von Krankheitserregern zur Verhütung einer Infektion, z.B. durch die vorherige Sterilisation aller Gegenstände (Instrumente, Verbandsstoffe), die mit einer Wunde in Berührung kommen, Antiseptik.
aseptisch
keinmfrei, ohne Beteiligung von Erregern.
aseptische Operation: Operation unter keimfreien Bedingungen, um eine Infektion durch eine operation zu verhindern. Entsprechende Maßnahmen sind bei allen operation, außer bei einer Abszeßeröffnung, durchzuführen: Desinfektion und sterile Abdeckung des Operationsbereiches, sterile Instrumente, sowie sterile Operationskleidung für den Operateur und das Assistenzpersonal gehören dazu. Bei hochempfindlichesn Operationen, wie beispielsweise eine Knochentransplantation, werden über dem Operationstisch die Luftkeime durch einen keimfreien Luftstrom, den so genannten laminar-air-flow, verringert.
Asialie
das Fehlen von Speichel
Aspartame
künstlicher Süßstoff, mit mehr als 100facher Süßkraft im Vergleich zum (Rohr-) Zucker, der jedoch nicht Karies auslösend wirkt.
Asrasie
Unfähigkeit zu stehen oder mangelnde Festigkeit des Stehens.
ASS
Abkürzung für Acetylsalicylsäure
Assay
(engl. = "Ansatz") Test, Nachweisverfahren
Assembling-Verfahren
Methode zur Wachsmodellation von Kronen und Brücken. Beim diesem Verfahren werden induriell vorgefertigte Wachsteile verwendet.
Asservat
aufbewahrtes, als Beweismittel anwendbares Objekt bei krimalverdächtigen Beobachtungen. Hier spielen auch präparierte Körperteile ,wie beispielsweise der Kiefer mit Zähnen zur Identifizierung unbekannten Opfers (über den zahnbefund).
Assistent
Bezeichnung für einen angestellten (Zahn-)Arzt meist in der geforderten Vorbereitungszeit für die Zulassung. Der Praxisinhaber haftet für dessen Verschulden. Daneben kann der Assistent nach §823 BGB bei vorsätzlichem oder fahrlässigem Verhalten belangt werden.
assoziiert
gekoppelt, verbunden, gleichsinnig
Astomie
angeborenes Fehlen der Mundöffnung
asymptomatisch
ohne, erkennbare, Krankheitszeichen
asynchron
ungleichzeitig
ataktisch
ungeordnet, unkoordiniert
Atelierisodrom
von "Jeannert" angegebenes Gerät zum Anbringen paralleler Bohrungen im Mund.
Atemfrequenz
die Zahl der Atemzüge pro Minute
Atraumatic-Zähne
künstliche Zähne, die auf Kauflächen und Kalotte des Atraumatic-Artikulators abgestimmt sind.
atraumatisch
gewebsschonend, z.B. atraumatische Nadel.
Atresia
das fehlen der natürlichen Mündung oder Lichtung eines Hohlorgans.
Atrium
lateinisch: Vorhof
Attachment
das: 1.) Geschiebe (Haltevorrichtung für Zahnersatz).
2.) Epithelansatz (epitheliales Attachment), Anschluß des Zahnfleisches an den Zahnhals.
3.) kfo.: Aufschweißteile auf Bänder und Basen für die Klebetechnik wie Brackets, Lingualhäkchen oder Palatinalknöpfe
Attrition
zunächst begrenzter Schmelzverlust vor allem an den Kauflächen durch den direkten Kontakt zweier Zähne gegenüberliegender Kiefer. Die Kauflächen sehen abgeschliffen aus.
Audioanalgesie
die: Versuch einer schmerzlosen Behandlung durch Ablenkung mit Musik (über Kopfhörer).
Aufbaufüllung
größere Füllung (auch mit Stiftverankerung), die einem zerstörten Zahn eine geeignete Gestalt zur Aufnahme einer Krone gibt.
Aufbewahrungsfrist,-pflicht
Das ist die Verpflichtung des Zahnarztes, krankenunterlagen aufzubewahren. Bei Sozialversicherten müssen Aufzeichnungen drei Jahre nach Abschluss der Versorgung verfügbar zu sein. Alle Röntgenaufnahmen und dazugehörige Einträge müssen zehn Jahre aufbewahrt werden.
Aufbiss
Behelf zur Beeinflussung der Bisshöhe, wobei ein Teil der Zähne durch den Aufbiss auf geeignete Kappen, Platten, Schienen oder Wülste belastet und dadurch am Herauswachsen gehindert oder versenkt wird, während die entlasteten Zähne weiter herauswachsen und sich verlängern können.
Aufbissaufnahme
Röntgenaufnahmeverfahren mit einem waagerecht zwischen die Zahnreihen geklemmten Film, um von oben den Gaumenbereich (z.B. verlagerte Zähne) oder von unten den Mundboden (z.B. Speichelsteine) darstellen zu können.
Aufbissbehelfe, Aufbissschienen
Okklusionsschienen: die Kauflächen bedeckende, meist herausnehmbare Behelfe zur Veränderung der Bissverhältnisse oder der Bisslage; sie werden zur Vorbehandlung des funktionsgestörten Kauorgans zumeist nur vorübergehend eingegliedert, um okklusale Störungen sowie Überlastungen der Zähne und der Kiefergelenke auszuschalten und die Kaumuskulatur zu entspannen.
Aufbissplatte
mit einem Aufbiss für verlängerte untere Frontzähne versehene Gaumenplatte (kfo. Behelf), durch die gleichzeitig die Seitenzähne entlastet werden, umgekehrt können auch durch einen Aufbiss auf die Seitenzähne die Schneidezähne entlastet und aus Zwangsbisslagen befreit werden. Kaudruckplatte.
Aufbißempfindlichkeit
Zahnschmerz bei Kieferschluß, der meist bei akuter Paradontitis auftritt.
Aufbißtupfer
Gazetupfer, der bei einer Blutung oder nachblutung auf eine Wunde gelegt wird. Durch schließen der Kiefer, also Aufbiß, gelingt es, den zur Blutstillung erforderlichen Druck zu erreichen.
Auflage
dent.: Teil einer Klammer, welcher auf den Kauflächen der Zähne aufliegt und die Abstützung des Zahnersatztes am Zahn sichert.
Aufprallverletzung
Stauchungs-, oder Aufschlagverletzung
Aufstellwachs
Spezialwachs zum Aufstellen künstlicher Zähne auf einer Basis aus Kunststoff.
Augenzahn
volkstüml. Bez. für den oberen Eckzahn.
Aurum
das: Gold.
Ausbrennen
Herstellung einer Preß- oder Gießhohlform durch rückstandloses Ausbrennen von Modellierwachsen oder -kunststoffen in speziellen Vorwärmöfen.
Ausbrühen
Herstellung einer Preß- oder Gießhohlform für Prothesen: Reinigung und Befreiung der eingebetteten Prothesenzähne vom Modellierwachs mit Ausbrüh- oder Dampfstrahlgeräten.
Ausdehnung
Expansion: Volumenzunahme
Ausfließen
das vollständige Ausfüllen einer Hohlform mit Metallschmelze.
Ausgleichsschlaufe
zusätzliche Schlaufe bei Drahtelementen um die Halteelemente zu unterstützen.
Auskulation
bezeichnet das Abhorchen von Organen auf Schallphänomene, insbesondere Herztöne sowie Atemgeräusche. Wird auch am Kiefergelenk angewandt.
Ausräumung
die operative Gewebe- bzw. Organentfernung aus einer vorgebildeten Weichteil- oder Organhöhle (z.B. regionale Lymphknoten)
Ausscheider
bezeichnet eine Person, die zeitweilig oder dauernd (Dauerausscheider) in Stuhl, Harn oder Auswurf Krankheitserreger ausscheidet, ohne krank zu sein.
autionom
unabhängig, selbstständig, nach eigenen Gesetzmäßigkeiten erfolgend/ablaufend.
autochthon
an Ort und Stelle beziehungsweise von selbst, das heißt, ohne Fremdeinwirkung entstanden.
Autodestruktion
selbstzugefügte Schäden, wie beispielsweise Schäden an Zahnoberflächen durch Knirschen der Zähne.
autogen
von selbst entstehend, im Körper entstehend; selbst erzeugend.
Autoimmunerkrankung
Autoimmunerkrankungen sind Erkrankungen, bei denen das Immunsystem Teile des eigenen Organismus als fremd ansieht und deshalb einen Angriff auf gesunde körpereigene Zellen führt. der Körper bekämpft sich selbst. Als Folge treten heftige Abwehrreaktionen in Form von Entzündungen und Fieber ein. Betroffene Gewebe sind in ihrer Funktion stark beeinträchtigt.
Autoinfektion
Selbstinfektion mit körpereigenen Mikroorganismen.
Autoplastik
Verwendung körpereigener Materialien zur Defektdeckung oder Gewebeersatz (Transplantat).
auxiliär
helfend, unterstützend
Außenbogen
festsitzender, an Molaren verankerter Labialbogen für orthodontische Zahnbewegungen oder für eine Einwirkung auf den ganzen Oberkiefer.
axial
in Richtung einer Achse (Körper, Gliedmaße-, Organachse)
dent.: in Richtung der anatomischen Zahnachse.
axial Projektion
Projektion einer Röntgenaufnahme, bei der der Zentralstrahl parallel beziehungsweise durch die Achse eines oder mehrerer Zähne verläuft.
azygos
unpaarig
Äquilibrierung
Ausgleichen der Bissverhältnisse (Okklusion) z.B. durch Einschleifen der Kauflächen.
Ärodontalgie
die: Höhenzahnschmerz, der bei Flugreisen durch die Luftdruckabnahme in großen Höhen als Pulpareizung an nicht korrekt gefüllten Zähnen auftreten kann.
Äskulap
Gott der Heilkunst. Äskulapstab mit Schlange als Zeichen der Ärzte (Schlangenkopf nach rechts) und Zahnärzte (Schlangenkopf nach links).
Ästhetische Zahnheilkunde
von den USA ausgehende Richtung der Zahnheilkunde, bei der das Bleichen (Bleaching) auch vitaler Zähne sowie Zahnform- und Zahnstellungskorrekturen durch Bonding (Ätztechnik) mit Komposits eine dominierende Rolle spie- len.
Ätiologie
Lehre von den (auslösenden) Krankheitsursachen (z.B. Ätiologie der Tuberkulose: Infektion mit dem Myco- bacterium tuberculosis), auch die Krankheitsursache(n) selbst.
Ätiologie
Lehre von den Ursachen der Krankheiten.
Ätztechnik Schmelzanrauhung zur Verbesserung der mechanischen Haftung von Versieglungskunststoffen oder Komposits durch Auftragen von etwa 50%iger Phosphorsäure.

