

B...
B-Kontakt
Kontaktpunkt zwischen den Höckern zweier Zähne, die beim normalen Schließen des Mundes aufeinanderteffen.
Babies
Der Spruch, dass jedes Kind einen Zahn kostet, ist in vielen Ländern verbreitet. Eine Forschungsgruppe aus Dänemark hat nun untersucht, ob an diesem Spruch etwas dran ist. Die Studie zeigt, dass Frauen aus den unteren sozialen Schichten tatsächlich pro Kind einen Zahn verlieren. Frauen mit höherem gesellschaftlichem Status sind nur halb so stark betroffen. Der soziale Status hat auch generell einen Einfluss auf die Menge der verbliebenen eigenen Zähne. So wiesen Frauen und Männer der höheren Schichten, unabhängig von der Kinderzahl, sieben bis neun Zähne mehr auf als die Vergleichsgruppe aus den unteren sozialen Schichten.
Bach-Blüten
aus Blütenauszügen hergestellte homöopathische Mittel, die auch zur Angstverringerung vor ärztlichen Eingriffen eingesetzt werden. Wissenschaftliche Untersuchungen bestätigten bisher nur "Placebo-Wirkung".
Backenzähne
(Dentes praemolares), zwei vor den drei Mahlzähnen (Dentes molares) stehende Zähne. Erkennungsmerkmale: Krone ist meist zweihöckrig, Längseinkerbung etwas zungenwärts verschoben, an den gegabelten Enden vertieft, äußerer Kronenteil größer als der innere. Die Wurzeln (sofern einwurzlig) haben Ähnlichkeit mit Eckzahnwurzeln.
Backhausklemme
elastische Tuchklemme zur Befestigung von Abdecktüchern bei Operationen.
Bagatellarzneimittel
Arzneimittel, die bei geringfügigen Gesundheitsstörungen angewendet werden. Sie gehören nicht zu den Pflichtleistungen der Gesetzlichen Krankenversicherungen, können aber auf Privatrezept verordnet werden.
Bajonettzange
Zange mit seitlich versetzten Armen zur Extraktion von Zahnwurzeln im Seitenzahnbereich des Oberkiefers.
Bajonettzange
Zahnzange mit bajonettartig abgewinkelten Greifarmen für die Entfernung von Wurzeln oberer Seitenzähne.
Bakterien
Einzellige Lebewesen, die sich durch Spaltung vermehren und teilweise aktiv beweglich sind. Die Dicke der Bakterien beträgt etwa 1 µm. Die Länge ist unterschiedlich. Es gibt krankmachende, für den Menschen harmlose und nützliche Bakterien. Wenn Bakterien Dauerformen (Sporen) bilden, bezeichnet man sie als Bazillen. Besondere Bedeutung kommt den Bakterien bei der Erkrankung des Zahnhalteapparates (Parodontium) zu.
bakterienarme Zone
Zone im Bereich einer Zahnbeinkaries (Dentinkaries), die sich durch geringen Keimbefall auszeichnet.
Bakterienfärbung
Zur besseren mikroskopischen Diagnostik können Bakterienansammlungen im Mund gefärbt werden (z.B. mit Methylenblau oder als Fluoreszenzfärbung).
Bakterienresistenz
die: erblich verankerte Widerstandsfähigkeit von Bakterien gegen Antibiotika oder Chemotherapeutika.
bakteriologische Diagnostik
Verfahren zur Bestimmung der Keimart und -anzahl in der Zahnfleischtasche bzw. im Speichel.
Bakteriostatisch
Bakteriostatisch wirkende Arzneimittel hindern Bakterien an ihrer Vermehrung.
Bakterizid
AUs dem Greichischen udn Lateinischen für : Bakterientötend, antibakteriell.
Balanceseite
Die Seite des Kiefers, die beim Kauakt nicht beansprucht wird (auch Nichtarbeits- oder Nichtkauseite eines Kiefers).
Band
Bei kieferorthopädischen Behandlungstechniken verwende- ter Metallstreifen, der den Zahn umgibt.
Bandabnehmzange
Werkzeug zum Entfernen eines kieferorthopädischen Bandes.
Bandage
französisch: Verband aus elastischem oder halbsteifem Material.
Bandbiegezang
Spezialzange zum Biegen und individuellen Anpassens kieferorthopädischer Metallbänder.
Bandformzange
Zange zur Herstellung metallener Bänder für die Kieferorthopädie.
Bandkrone
füher gebräuchliche Kronenart. Um den präparierten Zahnrest wird ein Metallband gelegt, meistens besteht diese Krone aus einer Goldlegierung.
Bandlegezange
Spezialzange zum Anpassen (Adaptieren) eines kieferorthopädischer Metallbänder an die zu bewegenden Zähne.
Bandmatrize
flaches Stahl- oder Kunststoffband, das dem Zahn zur Ausformung einer Füllung angelegt wird.
Bandmaß
konfektionierte Metallringe unterschiedlicher Größe zur Ermittlung der Kronenringgröße für die Hersstellung von Kronen.
Bandsetzer
Instrumente, um Bänder für eine festsitzende Behandlungsapparatur an den Zähnen anzupassen.
basal
an der Grundfläche (Basis) eines Körperteils gelegen.
Basaliom
Tumor, der bösartig einwächst, aber keine Metastasen (Tochtergeschwülste) bildet. In der Gesichtshaut, bevor- zugt in Nasenlippenfalte und Oberlippe, als gelb- bis dun- kelbraune Geschwulst, überwiegend bei älteren Mensch- en. Seltener in den Schleimhäuten zu finden.
basilar
gr. für: zur Basis gehörend.
Basisbrücke
Brücke, bei der die Brückenzwischenglieder weitgehend natürliche Zahnform haben und dem Zahnfleisch anlieg- en. Im Frontzahngebiet aus ästhetischen Gründen notwen- dig.
Basisbrücke
Brückenzahnersatz, dessen Zwischenglieder zahnähnlich gestaltet sind, so dass sie mit ihrer Basis den Kieferkamm berühren, Ggs. Schwebebrücke.
Basisplatte
dem Kiefer angepasste Kunststoff- oder Schelllackplatte in Form und Größe der zukünftigen Prothese (auch als Biss- schablone bezeichnet). Durch eine Bissnahme (Einbiss der Gegenzähne in den erwärmten Wachswall) wird die Lagebeziehung der Kiefer zueinander festgestellt.
Basisplatte
1) der plattenförmige Teil einer herausnehmbaren Prothese, der die Ersatzzähne sowie die Halte- und Stützelemente trägt.
2) Vorgeformte Platte aus Schellack oder Kunststoff für Bissschablonen, individulle Abdrucklöffel und Einproben.
Bass-Methode
Technik zur Reinigung der Zahnhalsgegend und der Zahnfleischfurche, mit gleichzeitiger Massagewirkung auf das Zahnfleisch.
Bazillus
lat. für: für stäbchenförmige, aerobe, sporenbildende Bakt- erien.
BDZ
Abkürzung für "Bundesverband der Deutschen Zahnärzte e.V".
bedingt abnehmbar
Kennzeichnung von Zahnersatz, der Zerstörungsfrei vom Zahnarzt, jedoch nicht vom Patienten entfernt werden kann. Prothesenanteile sind in der Regel mit Schrauben an festsitzenden Teilen des Zahnersatzes befestigt.
bedingter Reflex
ein unter bestimmten Bedingungen angezogener Reflex.
Bednar-Aphten
Benannt nach dem Österreichischen Pädagogen Alois Bednar (1816 - 1888) handelt es sich um eine aphtische, also geschwürartige Entzündung der Mundschleimhaut. Die Bednar-Apthe tritt vor allem bei Säuglingen am harten Gaumen auf. Auch Sauggeschwüre durch Auswischen des Mundes fallen in diese Definition.
Befestigungselemente
sie sichern die Lage eines Zahnersatzes. Sie können in Stütz- und Halteelemente unterteilt werden.
Befestigungszemente
Zemente zur Fixierung von festsitzendem Zahnersatz (Kronen, Brücken) und Gußfüllungen.
Begg-Technik
Kieferorthopädische Technik, unter Verwendung speziell- er Drähte und Brackets. Zahnausrichtungen werden mit leichten Gummizügen bewirkt.
Begleitkrankheit
jede vom, im Vordergrund stehenden, Grundleiden mehr oder weniger unabhängige und gleichzeitig mit diesem auftretende Zweitkrankheit.
Begleitsymptom
jedes nicht zum typischen Krankheitsbild gehörende, sekundär ausgelöste Symptom.
Behandlung, zahnärztliche
Begriff für die im SGB V vorgeschriebene zweckmäßige, notwendige und wirtschaftliche Erkennung, Heilung oder Linderung einer Krankheit. Sie ist ein Teil der von den Krankenkassen zu gewährenden Krankenpflege.
Behandlungsvertrag
Vertrag zwischen Patient und Zahnarzt über die zahnärztliche Behandlung, ist bei Minderjährigen vom Grad der Geschäftsfähigkeit abhängig. Der Behandlungsvertrag ist ein Dienstvertrag (§611 ff. BGB), der den Zahnarzt nicht zum Erfolg der Behandlung, sondern zur Behandlung nach der ärztlichen Kunst (lege artis) verpflichtet und den Patienten zur Zahlung der zahnärztlichen Vergütung.
Behandlungszeitraum
In der Kieferorthopädie ist der günstigste Zeitraum wäh- rend des Entwicklungs- und Wachstumsalters des Kiefers etwa zwischen dem 9.-12. Lebensjahr. Die Behandlungs- zeit dauert in der Regel 2-4 Jahre.
Beihilfe
Anspruch auf Kostenzuschüsse zur ärztlichen und zahn- ärztlichen Behandlung im Beamtenrecht; wird auf Länder- ebene geregelt.
Bein-Hebel
auch gerader Wurzelheber; zahnärztlicher Hebel zur Auslösung u. Mobilisierung des Zahnes bei der Extraktion mit scharfkantiger, schaufelartig gebogener Arbeitsfläche u. geradem Schaft.
Beizen
Oberflächenbehandlung mit einer Flüssigkeit; zur Säuberung (z.B. Entfetten), zur Entfernung von Deckschichten, zum Imprägnieren oder zum Desinfizieren.
Beizen
Oberflächenbehandlung mit einer Flüssigkeit; zur Säuberung (z.B. Entfetten), zur Entfernung von Deckschichten, zum Imprägnieren oder zum Desinfizieren.
Beißzange
Zange mit scharfen Schneiden zum Abtrennen von Drähten.
BEL
einheitliche Vergütungsgrundlage für zahntechnische Leis- tungen (z.B. Zahnersatz) bei gesetzlich versicherten Pa- tienten. Die Leistungen sind bundeseinheitlich beschrie- ben, gleich hoch bewertet und zwischen Krankenkassen, Zahntechnikern und Vertragszahnärzten vereinbart.
Belagsindex
Messzahl zur Bestimmung der weichen Beläge (Plaque) auf den Zähnen (auch DI-S). Eine wichtige Komponente bei der Bestimmung des Mundhygiene-Status. (0: Zahn- oberfläche ohne Beläge, 1: nicht mehr als ein Drittel der Zahnoberfläche hat weiche Beläge, 2: mehr als ein Drittel haben Beläge, 3: die Zahnoberfläche ist zu mehr als zwei Dritteln mit Belägen bedeckt.)
Belastungsparodontose
durch Verletzung hervorgerufene Veränderung des Zahnhalteapparates.
belegt
Kennzeichnung für die Oberfläche rotierender Instrumente die mit Diamantpartikeln belegt werden.
Beläge
auch Plaques,
Beläge bilden sich nach dem Essen auf den Zahnoberflächen. Die Stoffwechselprodukte darin enthaltener Bakterien sind Verursacher für Karies und Parodontose.
BEMA
Bewertungskriterium für kassenzahnärztliche Leistungen. Sie ist der Bewertungsmaßstab für die Abrechnung der kassenzahnärztlichen Sachleistungen und wird über die kassenzahnärztlichen Vereinigungen zwischen den Kran- kenkassen und den Zahnärzten verrechnet. Der BEMA wird jährlich den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen an- gepasst.
Benignität
Gutartigkeit einer Krankheit, meist für Tumoren verwendete Bezeichnung.
Benzocain
Lokales Betäubungsmittel zur Oberflächenanbetäubung mit schnellem Wirkungseintritt, aber kurzer Wirkungsdau- er (bis zu 15 min).
Benzol
Durch Destillation aus Steinkohleteer gewonnene klare Flüssigkeit; wirkt antiseptisch und ist giftig.
Beratung
Von den Zahnärzten selten abgerechnete Leistung, da sie Einschränkungen unterliegt, wenn sie neben anderen Leistungen erbracht wird.
Beratungszahnarzt
bei den Krankenkassen angestellte Zahnärzte, auch als vertragszahnärztliche Gutachter durch die Kassenzahnärztlichen Vereinigungen bestellt.
Bereitschaftsdienst
Verpflichtung, während sprechstundenfreier Zeiten zur Pa- tientenversorgung zur Verfügung zu stehen.
Berten-Hebel
Wurzelheber; nach Jakob Berten, 1855-1934, Zahnarzt, München; spezieller Hebel bzw. Zange für Zahnextraktion.
Berufsgeheimnis
Pflicht zur Geheimhaltung von Daten des Patienten (Schweigepflicht). Ausnahmen bestehen, wenn der Patient seine Erlaubnis gegeben hat, eine Anzeigepflicht vorliegt oder ein übergesetzlicher Notstand besteht.
Berufspflichten
In der Berufsordnung verankerte Regeln für die Ausübung des zahnärztlichen Berufs (gewissenhafte Berufsausüb- ung, Schweigepflicht, Werbeverbot, Kollegialität, Weiterbil- dungspflicht, Haftpflichtversicherung, Abhalten von Sprech- stunden, zahnärztliche Dokumentation, Ausstellen von Gutachten und Zeugnissen, Beschäftigung von Assis- tenten und Vertretern, Modalitäten gemeinsamer Berufs- ausübung, Notfalldienst, Einsatz und Ausbildung von Hilfs- personal, Gebührenbemessung, Titelführung...).
Beschicken
(umgangssprachlich) das auftragen, beispielsweise von angemischten Zement auf die Unterseite einer Gußfüllung.
Beschleifen
Abtragen von Schmelz durch rotierende Schleifkörper zur Präparation eines Kronenstumpfes.
Betelkauem
in Südostasien verbreitetes Kauen von Betelnuß, was zur tiefschwarzen Mund- und Zahnverfärbung.
Betriebskrankenkasse
kann von Arbeitgebern eingerichtet werden, deren Betriebe regelmäßig mindestens 550 Versicherungsverpflichtete beschäftigt. Sie darf den Bestand oder die Leistungsfähigkeit vorhandener Ortskrankenkassen nicht gefährden. Mitglieder können alle im Betrieb beschäftigten Versicherungspflichtigen sein.
Beutelrock-Bohrer
flammenförmiger Bohrer zur Wurzelkanalerweiterung.
Beutelsbacher-Schraube
kieferorthopädische Spezialschraube zur Dehnung des Unterkiefers.
Bewegungsstörung
die gelenk-, muskulatur- oder nervenbedingte Störung normaler Bewegungsabläufe.
Beweislast
Derjenige, der im Rechtsstreit einen Anspruch geltend ma- cht, hat die Pflicht zum Nachweis von Tatsachen. Wegen dem Grundsatz der Waffengleichheit aber teilweise Be-weislastumkehr bei Verletzung von Berufspflichten als Ursache für Schaden (unterlassene Aufklärung) oder bei groben Behandlungsfehlern.
Bewertungsmaßstab
Er dient der relativen oder auch absoluten Bewertung zahnärztlicher Leistungen (Bema).
bezahnt
Kennzeichnung eines Kiefers mit vorhandenen Zähnen, im Gegensatz zu zahnlos oder unbezahnt. Dieser Begriff wird oft für Abformlöffel verwandt, für bezahnte Kiefer im Gegensatz zu solchen für zahnlose Kiefer.
bialveolär
beide Alveolarfortsätze (des Ober- und Unterkiefers) betreffend, z. B. bialveoläre Protrusion.
Biegezange
zahntechnische Zange zum Biegen von Halteelementen und Bügeln.
Biegungsbruch
durch direkzte oder indirekte Gewalteinwirkung entstandene Fraktur, z.B. Unterkieferfraktur, Jochbogenfraktur.
Bifra-Anker
von BIAGGI entwickeltes Kugelgelenk zur Befestigung einer Prothese.
Bifurkation
die: Gabelung, z.B. die Teilungsstelle der Wurzeln bei zweiwurzeligen Zähnen, Trifurkation.
bignath
Ober- und Unterkiefer betreffend
Bikuspidat
der, Kurzbez. für Dens bicuspidatus (lat. zweihöckriger Zahn): (kleiner) Backenzahn (Prämolar).
bimaxillär
gleichzeitig Ober- und Unterkiefer betreffend.
Bimsstein
der: poröses Lavagestein, wird pulverisiert als Schleifmittel in der Zahntechnik verwendet.
Biokompatibilität
Bioverträglichkeit, Grad der Gewebeverträglichkeit eines in den Körper eingesetzten Stoffes bzw. Medizinproduktes. In der Zahnmedizin wichtig bei Implantaten und Zahner- satzmaterialien. Keramischen Werkstoffen wird eine hohe Bioverträglichkeit nachgesagt. Das Medizinproduktgesetz schreibt Bioverträglichkeitsprüfungen generell vor.
Biomechanik
Anwendung von Gesetzen der Mechanik auf die Bewegun- gsabläufe im Körper. Wichtig bei kieferorthopädischer Be- handlung.
Bionator
der (nach Balters): kfo. Gerät mit Lippen- und Zungenbügel als Hilfe für eine gesunde Gebissentwicklung.
Biss
Das Zusammentreffen und Ineinandergreifen der beiden Zahnreihen in der Kontaktstellung, auch Schlussbiss ge-nannt.
Biss
Bisslage: Lagebezeichnung des Unterkiefers zum Oberkiefer, z.B. im Schlussbiss.
Offener Biss: Auseinanderklaffen der oberen und unteren Zahnreihe im Schlussbiss, meist im Frontzahngebiet. Je nach Ursache unterscheidet man den lutschoffenen (unechten offenen) und den rachitisch (echten offenen) Biss.
Tiefer Biss, Tiefbiss: verstärkter Überbiss der oberen Frontzähne über die unteren im Schlussbiss.
Bissanomalien
Abweichungen vom normalen Schlussbiss; Deckbiss, Distalbiss, Mesialbiss, Progenie, offener und tiefer Biss.
Bissflügelaufnahme
Röntgenaufnahme mit einem Bissflügelfilm, um obere und untere Zahnkronen mit einem Zahnfilm gleichzeitig zu erfassen, z.B. bei Verdacht auf Approximalkaries.
Bissflügelfilm (engl.: bite-wing): Röntgenfilm für Bissflügelaufnahmen, dessen senkrecht abstehender Haltestreifen (aus Papier) beim Aufeinanderbeißen zwischen die Zahnreihen geklemmt wird.
Bisshebung
Vergrößerung des Abstandes zwischen Ober- und Unter- kiefer zur Korrektur von zu tiefen Bisslagen.
Bisshöhe
vertikaler Abstand zwischen Ober- und Unterkiefer im Schlussbiss.
Bisslage
Lagebezeichnung des Unterkiefers zum Oberkiefer im Schlussbiss (Oklussion).
Bissnahme
Bissregistrierung, Kieferrelationsbestimmung.
Bissnivellierung
therapeutscher Bissausgleich durch Bisshebung oder -senkung.
Bisssenkung
Verkürzung des Abstandes von Ober- und Unterkiefer zu- einander, der durch Abtragung der Zahnkauflächen oder durch Zahnverlust eingetreten ist. Bisssenkung ist oft mit einer Rückverlagerung des Unterkiefers verbunden.
Bisssperre
auch Kiefersperre: fehlender Kontakt der Zahnreihen im Schlussbiss, bei offenem Biss, als fehlerhaftes Behandlungsergebnis oder als Folge einer Luxation des Kiefergelenks.
Bissverletzung
durch einen Biss entstandene Wunde;
1.) mit den eigenen Zähnen selbst verursacht, so beim Kauen oder durch traumatische Einwirkung (Kieferbruch), z.B. Lippenbiß, Wangenbiß, Zungenbiß
2.) durch fremde Menschen oder Tiere zugefügt
Black stain
Bezeichnung für schwarze Zahnbeläge des Milchgebiss- es.
Black-Klassen
Kavität (der zur Aufnahme einer Füllung präparierte Defekt nach Entfernen kariöser Zahnhartsubstanz u. seiner Gestaltung nach den Regeln der Kavitätenpräparation; ungebräuchliche Bez. für den als Folge von Karies entstandenen Defekt).
bland
mild, reizlos, nicht infiziert.
Blattgoldfüllung
Füllung, die durch Pressen oder Hämmern von dünner Goldfolie (0,00015 mm) direkt in der Kavität entsteht (Goldklopffüllung). Sie ist optimal bezüglich Dauer-haftigkeit und Randschluss, aber arbeitsaufwendig. Heute weitgehend abgelöst durch Einlagefüllungen.
Bleaching
siehe Bleichen
bleibende Zähne
Bleibende Zähne, 32 Zähne des bleibenden Gebisses (Dentes permanentes).
Bleichen
engl. Bleaching: unterschiedliche Verfahren zur Aufhellung verfärbter Zähne. Internes Bleichen erfolgt unter Verwendung von Wasserstoffperoxid (früher Wasserstoffsuperoxid) einem starken Oxidationsmittel an nicht mehr vitalen Zähnen. Nur auf der Oberfläche des Zahnes wirkt das externe Bleichen. Die Anwendung findet in der Zahnarztpraxis oder beim Patienten zu Hause statt. Der Zahnarzt führt die Behandlung mit Wasserstoffperoxid und einer Kofferdam-Membran durch. Zum Home-Bleaching unter ärztlicher Anweisung wird für den Patienten eine individuell angepasste Bleichschiene hergestellt, die über Nacht mit Bleichgel auf den Zähnen getragen wird. Die Behandlung dauert etwa 3 Wochen. Es können auch vitale Zähne gebleicht werden. Wird das Bleaching beim Zahn arzt durch Home-Bleaching ergänzt, verkürzt sich die Behandlungszeit und die Bleichungswirkung stellt sich schon nach wenigen Tagen ein.
Blockade
die künstliche, meist nur zeitweilige Unterbrechung einer (Leistungs-)Funktion.
Blockverankerung
Zusammenfassung möglichst vieler Zähne als starren Wi- derstand gegen die kieferorthopädische Bewegung einzel- ner Zähne.
Blutbild
Hämogramm: aus Blutuntersuchungen gewonnenes Gesamtbild der Blutbeschaffenheit.
Blutdruck
Druck des Blutes auf die Gefäßwand, Messung nach RIVA-ROCCI (Abk. RR), Normalwert etwa 120/80 mm Quecksilbersäule.
Blutplasma
das: der flüssige Bestandteil des Blutes, Blutserum
Blutplättchen
(Thrombozyten): Bestandteile des Blutes, deren Zerfall die Blutgerinnung einleitet.
Blutprobe
eine zu Untersuchungszwecken entnommene kleine Blutmenge mit entsprechender Analyse.
Blutschorf
die Kruste aus geronnenem Blut über einer Haut- oder Schleimhautwunde.
Body Maß Index
Abkürzung: BMI. Wird auch als Quetelet-Index bezeichnet. Maß des relativen (körperhöhenbereinigten) Körpergewichts, dient zur Abgrenzung von Unter- und Übergewicht sowie der Adipositas. Berechnet sich als Quotient aus Körpergewicht (kg) und Quadrat der Körperhöhe (m²).
< 20 kg/m² = Untergewicht
20 bis 25 kg/m² = Normalgewicht
25 bis 30 kg/m² = Übergewicht
> 30 kg/m² = Adipositas
Der BMI sollte jedoch altersabhängig betrachtet werden.
Bogen-Schraube
Schraube zur Dehnungstherapie im Unterkiefer.
Bohrer
Der Antrieb und das Übertragungsteil geben dem Bohrer die nötige Rotationskraft. Es ist darauf zu achten, dass bei rotierenden Instrumenten der Hieb immer scharf ist, keine Gewebs oder Zementreste mehr vorhanden und belegte Flächen nicht abgenützt sind. Weil rotierende Instrumente schnell verschmutzen, ist ihre Reinigung nicht einfach. Deshalb sollten die Instrumente regelmäßig kontrolliert und eine intensive Reinigung mit Bürsten oder Ultraschall durchführt werden.
Bohrerarten:
Kegelbohrer
Versenkbohrer
Rosenbohrer
Fissurenbohrer
Radbohrer
Spiralbohrer
Bohrtrauma
Schädigung des Zahnmarks (Pulpa) durch übermäßige Wärmeentwicklung, (zu großer Druck, zu hohe Drehzahl) beim Bohren.
Bonner System
Form der kontrollierten Jugendzahnpflege (regelmäßigen Kontrolluntersuchungen in Kindergärten und Schulen). Die erforderlichen Gebisssanierungen werden von hauptamt- lichen Jugendzahnärzten durchgeführt.
Bonwill-Klammer
Auflageklammer, die zwei nebeneinander stehende Zähne umfasst.
Bonyhard-Klammer
Kugelknopf-Klammer: Klammer, die aus einem vestibulären Stiel mit kugelförmigen Ende besteht. Wird häufig fälschlicherweise mit der Budlong-Klammer (Y-Klammer) verwechselt.
Borax
wichtigstes Salz des chemischen Elementes Bor, wird als Flussmittel beim Gießen und Löten benutzt.
Borstenpinsel
zahntechnisches Werkzeug zur Glättung von Modellationen aus Wachs.
Brackets
Festsitzende Zahnspange zur Kiefernregulierung. Sie wird häufig von Kieferorthopäden eingesetzt und dient der Korrigierung der Zahnstellung. In der Spange können sich Speisereste festsetzen. Besonders gründliche Zahnreinigung ist Pflicht für alle Bracketträger.
Branche
der "Arm" einer Schere, Klemme, Zange.
Breitband-Antibiotika
Antibiotika, die auf eine Vielzahl verschiedener Krankheitserreger wirken.
bruxieren
Knirschen und Pressen mit den Zähnen
Bruxismus
Zähneknirschen, unbewusster Zahnkontakt mit Kaubewegungen oder Pressphasen, der zu einer Abnutzung der Zähne oder Kiefergelenkschäden führt. Werden diese Bewegungen bewusst durchgeführt, so spricht man von Bruxomanie.
Bruxomanie
bewusstes Bruxieren während der Wachphase.
Brücke
festsitzender Zahnersatz bei einer oder mehreren Zahnlücken. Dabei tragen zwei Pfeilerzähne die Brückenkonstruktion für den oder die fehlenden Zähne. Sind der Kieferknochen und die Wurzeln der Pfeilerzähne ausreichend stabil, kann eine solche konventionelle Brücke pro- blemlos 10 oder 15 Jahre halten. Für die Kronen der Pfeilerzähne müssen diese allerdings stark beschliffen werden.
Klebebrücke: Geschont werden die Pfeilerzähne, wenn sie mit der tragenden Brücke in Adhäsivtechnik verbunden werden. Wegen der geringeren Haltbarkeit ist diese Technik nicht in jedem Fall die beste Wahl. Freiendbrücken sind nur an einer Seite des Brückengliedes mit dem Pfeilerzahn verbunden. Sie werden im Backenzahnbereich angewandt.
Brückenkörper
Bezeichnet die Gesamtheit der zu ersetztenden Zähne einer Brücke.
Brückenverblendung
zahnfarbene Verkleidung eines Brückengerüstes.
Brygmus
= Zähneknirschen
Bucca
die Wange, Backe; die Gesichtsweichteile zwischen Unterkiefer, Ohr und Jochbogen
Buccal
Außenfläche eines Zahns,
die zur Wange gerichtete Fläche eines Zahns. Eigentlich die Bezeichnung für den Wan- genbereich,
übersetzt: der Wange zugewandt.
buccalis
lateinisch: zur Wange gehörend
Buccinator
der, Kurzbez. für Musculus buccinator: Wangenmuskel.
Budlong-Klammer
einarmige Drahrklammer zur Befestigung eines Freiendsattels
bukkal
lat.: Buccalis, buccale: wangenwärts, zur Backe hin, zur Backe gehörend.
Bulimie
Bulimie oder Bulimia nervosa (Essbrechsucht) ist eine schwerwiegende seelisch bedingte Essstörung, bei der Heißhungerattacken im Wechsel mit Erbrechen auftreten. Betroffene verzehren in sehr kurzer Zeit große Mengen stark kalorienhaltiger Lebenmittel, um sie gleich darauf durch künstlich herbei geführtes Erbrechen wieder los zu werden.
Oft kommt der Missbrauch von Abführmitteln hinzu und die intensive Ausübung von Sport. Das Verhalten hat Suchtcharakter und wird aus der Angst vor Gewichtszunahme gespeist.
Durch das häufige Erbrechen kann es zu Mangelerscheinungen im gesamten Organismus kommen. Außerdem nimmt der Zahnschmelz bei den Erkrankten auf Dauer Schaden. Eine Bulimie entwickelt sich oft als Folgestörung einer Magersucht. Die Betroffenen sind überwiegend junge Frauen.
Bundesschiedsamt
Schlichtungsgremium auf Bundesebene im vertragszahn- ärztlichen Bereich.
Bundesverband der Deutschen Zahnärzte
Wurde 1953 als eingetragener Verein gegründet; Abkürz- ung: BDZ.
Bundeszahnärztekammer
Zusammenschluss der Zahnärztekammern auf Bundese- bene; Rechtsform eingetragener Verein. Vertritt die Inte- ressen der Deutschen Zahnärzteschaft im In- und Aus- land. Abkürzung: BZÄK.
Bursa
lateinisch: Beutel, Tasche
Bäckerkaries
am Zahnhals beginnende und sich flächenhaft sehr schnell ausbreitende Zahnkaries. Diese Art der Zahnzerstörung wird auf die Aufnahme von Mehl- und Zuckerstaub bei Bäckern, Bonbonherstellern und Konditoren zurückgeführt. Gilt als entschädigungspflichtige Berufskrankheit.
Bäckerkaries
rasch fortschreitende, sich flächenhaft ausbreitende Karies bei Bäckern und Konditoren, die auf den Kontakt mit Mehl- und Zuckerstaub zurückzuführen ist (Berufskrankheit).
Dicke Backe Das Anschwellung der Wange ist eine Folge von entzün- dlichen Prozessen in der Mundhöhle.

