

Wir möchten Ihnen drei verschiedene Prophylaxe-Programme anbieten. Das individuelle Grundprogramm wird in zwei Prophylaxesitzungen durchgeführt.
Die erste Grund-Prophylaxe-Sitzung umfasst:
Diese erste Prophylaxe-Sitzung dauert ca. eine Stunde.
Die erste Prophylaxe-Sitzung
Mit der Erstellung eines Mundhygienestatuses werden sowohl die Mundhygiene, als auch der Zahnfleischzustand beurteilt. Mit einer Zahnfleischsonde werden Entzündungen am Zahnfleisch, insbesondere im Bereich des Zahnfleischsaumes festgestellt und auf einem entsprechenden Formular vermerkt.
Durch Anfärben der Zähne wird Ihnen sichtbar gemacht, an welchen Stellen sich die bakterielle „Plaque" (=Zahnbelag) befindet. Mit Hilfe eines schmerzfreien Speicheltestes können wir feststellen, wie anfällig Sie für Karies und Parodontose sind. Dazu wird Speichel entnommen, der anschließend mikrobiologisch untersucht wird. Die Auswertung dieses Testes dauert nur wenige Tage. Das Ergebnis wird in der zweiten Prophylaxesitzung mit Ihnen genau besprochen.
Es folgt ein Mundhygienekursus mit der Anleitung zur individuellen Putztechnik, sowie die Demonstration über geeignete Hilfsmittel zur Optimierung Ihrer Mundhygiene. Bei der professionellen Zahnreinigung wird zuerst der Zahnstein ober- und unterhalb des Zahnfleisches und in den Zahnzwischenräumen gründlich entfernt. Anschließend werden die Zahnoberflächen von Verfärbungen (z.B. Kaffee, Tee oder Nikotin) mit einem Pulverstrahlgerät (Air-Flow) gereinigt. Sind diese gründlich entfernt, hält eine Glanzpolitur den Erfolg dauerhaft geschützt.
In einem Abstand von ca. ein bis zwei Wochen findet dann die zweite Prophylaxe-Sitzung statt.
Diese zweite Grundprophylaxesitzung umfasst:
Diese Prophylaxesitzung dauert ca. 45 Minuten.
Die zweite Prophylaxe-Sitzung: Die Entscheidung
Aus dem Ergebnis des Speicheltestes kann abgeleitet werden, ob Sie ein kariesgefährdeter (Typ A) oder ein parodontosegefährdeter (Typ B) Prophylaxe-Typ sind. An dieses Ergebnis können weitere Maßnahmen in einer weiteren Prophylaxe-Sitzung angeknüpft werden.
Bei der Erfolgskontrolle wird durch erneutes Anfärben der Zähne und durch einen erneuten Mundhygienestatus der häusliche Übungserfolg überprüft. Dieser kann evtl. durch praktische Übungen oder Beantwortung Ihrer persönlichen Fragen zur Mundhygiene unterstützt werden.
Durch das Nachreinigen mit der Air-Flow Methode werden alle Zähne gründlich von den Rückständen der Färbelösung befreit.
Abschließend erfolgt die individuelle, auf Ihren Prophylaxetyp bezogene Besprechung weiterer Maßnahmen, die auf Wunsch in einer gesonderten dritten Prophylaxe-Sitzung erfolgen können.
Die dritte. „Kariestyp" (Typ A) bezogene Prophylaxesitzung beinhaltet:
Diese Prophylaxe-Sitzung dauert ca. 30 Minuten.
Typ A: Der Karies-Risko-Typ
Mit der Versiegelung werden die Furchen und Grübchen auf den Kauflächen der Zähne durch einen lichthärtenden Schutzlack versiegelt, um sie vor Karies zu schützen.
Durch die Fluoridierung wird der Zahnschmelz gehärtet und dadurch widerstandskräftiger gegen Karies. Hierbei wird ein fluorhaltiges Gel mit Hilfe einer Gummischablone auf die Zahne aufgetragen.
Die dritte „Parodontosetyp" (Typ B) bezogene Prophylaxesitzung beinhaltet:
Diese Prophylaxesitzung dauert ca. eine Stunde.
Typ B: Der Parodontitisrisikotyp
Keimreduzierende Maßnahmen sind notwendig, um die Parondontitis auslösenden Bakterien zu reduzieren. Hierbei werden die Zahnfleischtaschen einzeln mit einer antibakteriellen Lösung gezielt gespült und so desinfiziert.
Die Behandlung mit dem Vector ist ein neuartiges Verfahren, die Gefahr einer beginnenden Parodontitis schonend einzudämmen. Mit feinen Ultraschallinstrumenten werden die empfindlichen Zahnwurzeln und Zahnzwischenräume sanft aber gründlich gereinigt. Durch die schmerzfreie Ultraschalltechnik des Vectors werden harte bakterielle Beläge und Ablagerungen (Konkremente) unterhalb des Zahnfleischrandes entfernt. Es wird eine medikamentöse Spülflüssigkeit zur gezielten Keimverminderung in die entzündlichen Zahnfleischtaschen eingebracht.
Kornelia Sehn

